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Das Spiel der richtigen Worten - Präventionskurse erfolgreich zertifizieren

  • vor 4 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Wenn du als Yogalehrerin oder Yogalehrer Präventionskurse unterrichten willst, musst du zuerst deinen geplanten Kurs zertifizieren lassen. Und das gelingt nicht allein dadurch, dass du alle erforderlichen Unterlagen einreichst. Du musst auch wissen, welche Worte die richtigen sind, denn falsche Worte gibt es auch.


Manche Dinge sind, wie sie sind. Es lohnt sich nicht, sich darüber aufzuregen. Viel effektiver ist es, sich in Akzeptanz zu üben und das Spiel einfach mitzuspielen. So geht es mir seit Jahren mit der Zentralen Prüfstelle Prävention der gesetzlichen Krankenkassen, kurz: ZPP.


Ich bin zertifizierte Kursleitung für Yoga und multimodales Stressmanagement und biete meinen wirklich riesigen Erfahrungsschatz auch anderen Yogalehrenden an. Denn in all den Jahren, in denen ich nun schon Yoga Präventionskurse unterrichte, habe ich schon sehr viele Neuerungen und Änderungen erlebt. Und viele davon kannst du nur in meinen selbst erstellten Checklisten und in meinen Büchern nachlesen, nicht aber bei der ZPP. Mein Wissen ist also nicht allein durch Recherche entstanden, sondern vor allem durch "learning by doing".


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Präventionskurse erfolgreich zertifizieren mit den richtigen Worten


Jüngst wurde ein neuer Präventionskurs, den ich eingereicht habe, abgelehnt und das weil ich im Titel das Wort "Achtsamkeit" verwendet habe. Obwohl Yoga und Achtsamkeit untrennbar miteinander verbunden sind, darf man im Kurstitel eines Präventionskurses dieses Wort nicht verwenden. Es wird dem Präventionsprinzip "multimodales Stressmanagement" zugeordnet und darf deshalb nicht für Yogakurse verwendet werden. Einfach nur verrückt, oder? So habe ich jetzt kurzerhand die Achtsamkeit durch Bewusstsein ersetzt.


Anderes Beispiel: Yoga Retreats können als Präventionskurse im Kompaktformat angeboten werden. Allerdings nicht, wenn du sie "Yoga Retreat" nennst. Wählst du stattdessen den Begriff "Yoga Wochenende" oder "Yoga - Kompaktangebot", dann wird dein Kurs zertifiziert und darf als Präventionskurs angeboten werden. Ein Retreat sei nicht weltanschaulich neutral, so die Begründung der ZPP. Was allerdings abstrus ist, denn die Übersetzung des englischen Begriffs "Retreat" ist "Rückzug" und es bedeutet eine Auszeit vom Alltag, um sich mental und körperlich zu erholen. Die ZPP definiert "Retreat" demnach ganz offenkundig anders und man kann es einfach nur akzeptieren, wenn man wie ich gerne sein Yoga-Wochenende mit Krankenkassen-Zuschuss anbieten will.


Auch verschiedene Yogastile sind tabu. So können "Vinyasa Yoga" oder "Power Yoga" nicht mehr als Präventionskurs angeboten werden, wenn du partout an diesen Worten festhalten möchtest und darauf beharrst, dass dein Kurs so heißen muss. Wenn du stattdessen den Titel "Fließender Hatha Yoga" oder "Gentle Flow - fließender Hatha Yoga" nutzt, funktioniert es.


"Fließend" ist erlaubt, "dynamisch" ist verboten. "Geführte Meditation" ist erlaubt, "Yoga Nidra" ist verboten. Die Übung "Fisch" ist verboten. Wenn du allerdings schreibst "der Fisch in anfängerfreundlicher Variante" ist das erlaubt.


Ich könnte noch sehr lange so weitermachen.


Nicht ärgern, sondern Akzeptieren


Kursunterlagen und damit Präventionskurse erfolgreich zertifizieren zu lassen, ist aus meiner Sicht vor allem eine Lektion in Akzeptanz. Und ein Üben darin, nicht alles allzu ernst zu nehmen. Lieber zu schmunzeln, als sich zu ärgern. Die Entscheidung, das Spiel einfach mitzuspielen und die Regeln zu akzeptieren.


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Mein ZPP Service umfasst Beratung zu Kurs- und Konzeptunterlagen, Kursleiter-Zertifizierung, Schritt für Schritt Anleitungen und eine große Auswahl an zertifizierten Kursunterlagen.

Diese Regeln kenne ich nach inzwischen über 10 Jahren wirklich gut. Und da ich immer wieder neue Kurse und Konzepte einreiche, kenne ich auch die aktuell gültige Spielanleitung.

Und mir ist es all den Aufwand wert, weil ich es super wichtig und wertvoll finde, dass es Yoga Präventionskurse gibt. Denn so können auch Menschen Yoga für sich nutzen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Und Menschen probieren Yoga aus, die es sich sonst aufgrund des Invests vielleicht doch eher anders überlegen würden.


Yoga für alle - ist meine Vision und Mission. Genau deshalb mache ich das alles und spiele seit über 10 Jahren mit beim "Spiel der richtigen Worte".


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Alles Liebe

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