ZPP Service – Mein Angebot für Yogalehrer:innen
- Mel Ibrahimi
- 13. Jan.
- 5 Min. Lesezeit
Wenn Yogakurse von der ZPP geprüft und zertifiziert sind, heißen sie Präventionskurse. Die gesetzlichen Krankenkassen beteiligen sich dann an der Teilnahmegebühr mit einem Zuschuss. Je nach Krankenkasse kann das bis zu 100% der Kosten sein. So wird Yoga für noch mehr Menschen möglich.
Die Zentrale Prüfstelle Prävention (ZPP) ist ein Zusammenschluss aller gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland. Seit Jahren werde ich immer wieder belächelt, weil ich mich freiwillig immer noch mit der ZPP auseinandersetze, obwohl ich das gar nicht müsste. Denn ich bin als Yogalehrerin von der ZPP seit rund 10 Jahren anerkannt und ich habe viele Yogakurse im Angebot, die alle zertifizierte Präventionskurse sind.
Gerne erzähle ich Dir, warum ich das mache:
Fakt ist, dass Yoga wirkt. Und immer mehr Mediziner und auch Therapeuten setzen in der Reha und therapiebegleitend auf diese „fernöstliche Entspannungsmethode“, wie Yoga von den gesetzlichen Krankenkassen genannt wird. Es gibt immer wieder neue Studien, die belegen, dass mit Yoga Stress abgebaut werden kann und Entspannung gefördert wird. Yoga verbessert die körperliche Beweglichkeit und die Konzentration. Du trainierst Achtsamkeit und kannst so auch im Alltag den Moment mehr genießen und lebst insgesamt bewusster und weniger auf Autopilot. Yoga löst Verspannungen in der Muskulatur und Verklebungen im Fasziengewebe. Oftmals hängen solche Spannungsmuster mit Stress zusammen – so baut also Yoga auch die stressbedingte erhöhte Spannung im Gewebe ab und kann sogar mit etwas Glück Spannungsmuster im Körper lösen, die durch unverarbeitete oder gar verdrängte Emotionen entstanden sind.
Yoga reguliert das Nervensystem, aktiviert den Parasympathikus und damit auch den Vagusnerv. Das wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus, den Blutdruck, die Verdauung und Atmung, das Hormonsystem, das allgemeine Stresserleben und sogar auf das Schmerzempfinden.

ZPP Zertifizierung – Kursleitung werden
Wer Präventionskurse anbieten will, muss sich zuerst als Kursleitung anerkennen lassen. Das funktioniert nur, wenn man bestimmte Voraussetzungen erfüllt und ein gewisses Fachwissen nachweisen kann. Um als Yogalehrerin und Yogalehrer von den Krankenkassen als Kursleiter anerkannt zu werden ist zwar nicht so kompliziert und schwer, wie immer wieder behauptet wird, dennoch musst du einige Bedingungen erfüllen und außerdem verstehen, wie du deine Unterlagen und Nachweise bei der ZPP (Zentrale Prüfstelle Prävention) der gesetzlichen Krankenkassen einreichen musst.
Seit dem 1.1.2026 sind das die Voraussetzungen:
Du brauchst mindestens 480h (480 x 60 Minuten) Yogalehrerausbildung.
Deine Yogaausbildung muss mindestens 2 Jahre lang gewesen sein.
Mindestens eine Person aus deiner Ausbildungsschule oder die Schule selbst muss Mitglied in einem Yogaberufsverband sein.
Deine Yogaausbildung muss die so genannten „fachlichen Mindeststandards“ erfüllen, d.h. du musst ganz bestimmte Kompetenzen durch deine Yogaausbildung erworben haben.
Wenn du außerdem einen Sozial- oder Gesundheitsberuf gelernt hast (Berufsausbildung, Studium), kannst du dein Fachwissen aus diesem Beruf mit anrechnen lassen und kannst die geforderten Kompetenzen mit Fort- und Weiterbildungen erweitern.
Ohne Sozial- und Gesundheitsberuf muss deine Yogaausbildung alle „fachlichen Mindeststandards“ abdecken und du musst nach deiner Yogaausbildung noch 200h (200 x 60 Minuten) Erfahrung im Yoga unterrichten sammeln.
Es gibt noch ein paar Feinheiten, die es zudem zu beachten gilt. Aber das sind erstmal die harten Fakten.
Damit ist klar, dass du als Yogalehrerin oder Yogalehrer eine fundierte Yogaausbildung brauchst, damit du Präventionskurse anbieten darfst – und ich finde das auch gut so.
Für mich macht es absolut Sinn und ich verstehe die Krankenkassen total, dass sie eine gewisse Qualität und auch Know-how von Yogalehrenden erwarten. Immerhin arbeitest du in deinem Yogaunterricht mit Menschen und hast damit auch eine gewisse Verantwortung. Denn niemand soll durch deinen Unterricht zu Schaden kommen, sich verletzen oder bestehende Beschwerden verschlimmern, anstatt sie zu verbessern.

Warum du als Yogalehrperson den ZPP-Schritt gehen solltest
Meine Vision ist es, Yoga für alle möglich zu machen. Hier zählen für mich auch die finanziellen Möglichkeiten jeder und jedes Einzelnen dazu. Und dann gibt es ja auch noch Vorurteile in Sachen Yoga. Immer noch denken viele, Yoga sei nur etwas für super bewegliche Menschen. Yoga sei esoterisch und irgendwie so ein Spiri-Kram ist ebenfalls noch in vielen Köpfen verankert. Yoga sei lasch und langweilig denken auch einige und so machen sie lieber Sport und gehen zum Fitnesstraining.
Was Yoga ganz klar von Sport und Fitness unterscheidet ist seine Ganzheitlichkeit, denn Yoga wirkt auch allen Ebenen gesundheitsfördernd, in dem es Stress und Spannung abbaut, Entspannung und Regeneration nachhaltig fördert und insgesamt gelassener und zufriedener macht.
Und mit Yogaangeboten, die von der Krankenkasse bezuschusst werden, kannst du als zertifizierte Kursleitung die Hemmschwelle, Yoga doch einfach mal auszuprobieren, deutlich herabsetzen. Denn wenn Yoga nicht so viel kostet, probiert es der ein oder andere Zeitgenosse doch einfach mal aus – und viele bleiben dann dabei, weil es gut tut.
Bitte verstehe mich nicht falsch! Ich möchte nicht missionieren, ich will niemanden überreden oder gar bekehren. Und ich erwarte auch nicht, dass jede und jeder sich in Yoga verliebt – wie ich. Ich selbst kenne Yoga schon sehr lange und es hat mir schon so oft geholfen, auch in emotional fordernden Lebensphasen und Krisen, dass ich meine Begeisterung dafür gerne teilen möchte. Und ich denke, vielen Yogalehrer:innen geht es ähnlich.
Warum ich andere Yogalehrer:innen unterstütze
Vielleicht wundert es dich, dass ich anderen Yogalehrerinnen und Yogalehrern dabei helfe, dass auch sie die ZPP-Zertifizierung schaffen. Denn immerhin könnte ich die anderen ja als Konkurrenz werten und mich insgeheim darüber freuen, dass sehr viele Yogalehrende an der ZPP verzweifeln. Aber so ticke ich nicht!
Im Gegenteil: Ich freue mich über jede Yogalehrerin und jeden Yogalehrer, der sich als Kursleitung zertifizieren lassen möchte. Denn auf diese Weise vergrößert sich das Angebot insgesamt und wird immer noch vielfältiger. Wieder ganz im Sinne meiner Vision: Yoga für alle!

Wie ich zur ZPP Expertin wurde
Damit du besser verstehen kannst, warum ich andere Yogalehrende unterstütze, muss ich ein klein wenig ausholen: Ich habe viele Jahre als Sozialpädagogin in der Kinder- und Jugendhilfe gearbeitet und es gehörte zu meinem Arbeitsalltag, Fördermittel zu beantragen. Im sozialen Bereich sind die finanziellen Mittel seit jeher begrenzt, sodass man über verschiedene Stellen zusätzliche Gelder für Angebote und Projekte beantragen muss.
Anfangs fand ich das unsagbar mühsam und einfach nur stressig. Bis ich verstanden habe, wie dieses Prozedere funktioniert – und ab diesem Moment hat es mir regelrecht Spaß gemacht, meine Fördermittelanträge zu schreiben. Und dies mit großem Erfolg.
Ähnlich ging es mir mit der ZPP. Zuerst war das Thema für mich einfach nur kompliziert, ich habe nichts verstanden, mich überfordert und hilflos gefühlt – alles ganz klare Stresssymptome.
Doch dann kam der Tag, an dem es mir wie Schuppen von den Augen fiel: Ich erkannte, dass die ZPP ganz ähnlich funktioniert wie all die Fördermittelstellen und -töpfe, mit denen ich als Sozialpädagogin Kontakt hatte. Und seit dieser Erkenntnis ist das Thema ZPP für mich leicht – ob es nun um die ZPP-Zertifizierung als Kursleitung für Yoga geht oder um das Zertifizieren von Yogakursen als Präventionskurse.
Und genau deshalb und weil ich weiß, wie viele Yogalehrende beim Thema ZPP gestresst und überfordert sind, helfe ich. Und mein ZPP Service wächst kontinuierlich weiter.
Mein ZPP Service - ganz konkret
Ganz egal, an welchem Punkt du stehst, ich nehme dich als Yogalehrer:in an die Hand und unterstütze dich:
Beratung und Coaching: ZPP-Zertifizierung als Yoga-Kursleiter
Beratung: Kursunterlagen und Konzeptunterlagen für Präventionskurse erstellen
Beratung zum Thema Firmenyoga – betriebliche Gesundheitsförderung als zertifizierte Kursleitung
Verkauf von Kursunterlagen zertifizierter Yoga Präventionskurse (Präsenz)
Verkauf von Konzeptunterlagen zertifizierter Yoga Präventionskurse (live online)
Assistenz beim Einreichen deiner Unterlagen – Kursleiter-Zertifizierung und Kurs-Zertifizierung
Checklisten und Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Zertifizierung von Präsenzkursen, live online Kursen, Kompaktangeboten (Retreats)
Konzepteinweisungen (live online Kurse)
Ich habe inzwischen über 30 (!) verschiedene Yoga Präventionskurse erfolgreich zertifiziert: Kurse in Präsenz, live online und auch in Form von Retreats.
Und bisher hat jede Yogalehrerin und jeder Yogalehrer, der meine Beratung nutzte, die ZPP-Zertifizierung zur Kursleitung geschafft. Natürlich vorausgesetzt, dass du die Voraussetzungen erfüllen kannst, aber wie dir das gelingt, kann ich dir auch ganz einfach erklären.
Mich beflügelt das! Und es erfüllt mich mit Freude –
auch wenn es Zeiten gab, an dem ich mir niemals hätte vorstellen können, dass mir dieses Thema solchen Spaß macht.
Deine Mel





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