Krieg oder Frieden?
- vor 7 Tagen
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So viel Unruhe, Kriege, Konflikte und Grausamkeit. Die Nachrichten sind voll davon. Fragst du dich auch, was du inmitten all dieser Horrornachrichten tun kannst?
Ich fühle mich selbst manchmal unsagbar klein. Und dieses Gefühl kommt immer dann in mir auf, wenn ich Nachrichten höre oder anschaue. So viel Unruhe liegt in der Luft, so viel Krieg und Grausamkeit. So viel Ungerechtigkeit, Säbelrasseln, Machtdemonstration, Drohgebärden und Bomben, die vom Himmel fallen – auf unschuldige Menschen wie du und ich.
All das schockiert mich und ich komme immer wieder an den Punkt, an dem ich mich nicht nur klein fühle und diesem ganzen Irrsinn machtlos ausgeliefert – ich fühle mich auch so unsagbar fassungslos und schockiert, dass mir die Worte fehlen, um auszudrücken, was ich fühle. Vielleicht geht es dir ähnlich.
Raus aus der Schockstarre
Ist es tatsächlich so, dass du und ich vollkommen machtlos sind? Dass wir nichts tun können, außer fassungslos den Nachrichten zu folgen, die uns in eine Art Schockstarre versetzen und innerlich lähmen und uns die Worte rauben?
Ich bin kürzlich über einen Post von Lucia Schmidt, der Begründerin des Chi Yoga, "gestolpert". So sagt man das ja gerne. Tatsächlich glaube ich, dass ich aus gutem Grund ihren Post gefunden habe, denn er brachte es für mich auf den Punkt.
Wir sind in Wahrheit nicht machtlos. Im Gegenteil. Denn wenn man sich die Erkenntnisse der Quantenphysik bewusst macht, haben wir die Möglichkeit und zugleich die große Chance, Einfluss zu nehmen. Denn alles ist Energie. Nicht nur jede Bombe, die abgeschossen wird, sondern auch jeder Gedanke und jede Emotion.
Wir alle können mit unserer inneren Haltung das Quantenfeld und seine Schwingungsfrequenz beeinflussen. Wir können uns entweder weiter in die Angst und Sorge treiben lassen, indem wir schockiert sind über die neuesten Nachrichten und die Schreckensbilder, die sie liefern. Wir können aber auch anders reagieren und uns besinnen, dass wir mehr sind als kleine Bürger im großen Weltgeschehen.
Alles ist Energie - und sie folgt deiner Aufmerksamkeit
Immer wenn du dir bewusst machst, welches Mindset gerade in dir wirkt, bist du schon einen Schritt weiter. Und immer dann, wenn du dich ganz bewusst entscheidest, aus der Angst- oder Wutspirale auszusteigen, wird es besonders spannend. Gerade jetzt in diesen unruhigen und beunruhigenden Zeiten wird etwas besonders wertvoll: der Frieden in deinem eigenen Inneren.
Denn auch wenn wir nicht alles beeinflussen können, was auf der Welt geschieht, können wir entscheiden, wohin wir unsere Aufmerksamkeit lenken. Die Quantenphysiker haben belegt, dass Energie immer der Aufmerksamkeit folgt. Du schenkst genau dem deine Energie, auf das du dich konzentrierst. Und je nachdem, worauf die deinen Fokus lenkst, entsteht eine genau dem entsprechende Energie.

Wenn du also in der Angst und Sorge steckst, machst du genau diese Energie größer und stärker. Wenn du in der Wut bist, machst du sie dadurch größer und mächtiger.
Damit meine ich nicht, dass du dich im Verdrängen oder gar Verleugnen üben sollst. Im Gegenteil. Übe dich in Mitgefühl und in echter Empathie. Und verbinde dich dann wieder ganz bewusst mit dir selbst - und das gelingt über deinen Atem. Und den hast du immer bei dir.

Halte inne und spüre deinen Atem. Spüre die Atembewegung in deinem Körper. Entscheide dich, bewusst tief ein- und auszuatmen. Denn immer dann, wenn du tief atmest, regulierst du dein Nervensystem. Das bedeutet, du holst dich aus der Angst, Sorge, Verzweiflung, Empörung und Wut ins Vertrauen und kommst in Verbindung mit dir selbst.
Es spielt keine Rolle, ob du für dieses Innehalten nur eine Atemübung nutzt. Du kannst auch meditieren, beten oder deine Yogamatte ausrollen. Denn immer dann, wenn du bewusst atmest und es dadurch still in dir werden lässt, öffnest du die Tür in dein Innerstes.
Du kannst immer wieder neu entscheiden, jeden Tag und jeden Augenblick, wohin du deine Aufmerksamkeit lenken willst.
Und so nehme ich all den Schrecken und all das Grauen wahr. Und verbinde mich dann wieder bewusst mit meinem Atem und dadurch auch mit meinem Körper und mit meinem Innersten. Ich übe mich in Mitgefühl. In Verständnis und in Akzeptanz. Ich heiße nicht gut, was alles an schrecklichen Dingen geschieht. Vielmehr mache ich mir bewusst, das es ist, wie es ist. Im Außen. Jetzt. Und dass das nicht gleichzeitig mein eigenes Thema sein muss, weil ich mich anders entscheiden will.
Und über den tiefen Atem kann ich in mein Mindset verändern. Hole mich raus aus allem Dunklen und hinein ins Licht. Und so lasse ich Frieden in meinem Inneren schwingen, Hoffnung und den Glauben an das Gute in der Welt. Ich bin mutig und schaue hin, wo in mir selbst gerade Unruhe herrscht. Wo Wunden sind, die ich noch heilen darf, indem ich sie wahr- und annehme.
Auch du hast es in der Hand und kannst jeden Tag dazu beitragen, dass es auch Frieden in der Welt und damit im Quantenfeld gibt. Denn du kannst dir deinen eigenen Frieden in deinem Inneren erschaffen und beeinflusst so das große Ganze. Du kannst deinen eigenen Frieden erschaffen durch deinen tiefen Atem und indem du in die Stille gehst. In dem du dich im Annehmen und Vergeben übst, vor allem dir selbst gegenüber. In dem du dich in Dankbarkeit übst.
Und so kannst du auch Frieden in deinem Umfeld schaffen, indem du in dir selbst eine friedvolle Grundhaltung kultivierst. Und diese wirkt auf die Menschen um dich herum und letztlich auf das ganze Feld - so unfassbar naiv und unrealistisch das auch für deinen Verstand klingen mag.
Krieg oder Frieden - sogar logisch betrachtet ist alles möglich
Wenn du dir nun vorstellst, was geschieht, wenn das viele Menschen tun, dann dürfte auch für deinen kritischen, skeptischen Verstand klar sein, dass die Summe aller, die inneren Frieden schaffen, eine immense Wirkung hat und nicht nur haben kann.
Also warte nicht darauf, dass andere losgehen und aktiv werden, denn das geschieht bereits. Jeden Tag, jeden Moment. Finde deinen eigenen inneren Frieden - und diesen teilst du durch seine Energie automatisch mit der Welt. Und so hilfst du automatisch und ganz logisch mit, dass auch andere den Frieden in sich selbst (wieder) finden.
„Wenn viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, verändert sich die Welt“ (afrikanisches Sprichwort).
Du hast die Eigenmacht und zugleich die Wahl, ob du Frieden in dir finden willst oder aufgrund der Kriege und der Unruhe im Außen auch Krieg mit dir selbst führst.
Meine Entscheidung ist klar. Wofür entscheidest du dich?
Deine Mel





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