So merkst Du, dass Du gestresst bist
- vor 21 Stunden
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Wie es sich anfühlt, akut gestresst zu sein, kennt sicherlich jeder: Man regt sich auf, die Emotionen bauschen sich auf wie ein Tsunami, das Herz rast, der Blutdruck steigt und man schwitzt. Du kannst dich allerdings auch im Stress befinden, ohne diese überdeutlichen Symptome.
Kürzlich las ich in einem interessanten Artikel über das Gehirn, dass dieses bis zu 14 Tage lang in unseren Erinnerungen nach Antworten suchen kann, ohne dass wir konstant bewusst an genau die Sache denken, zu der uns aktuell die Antwort fehlt. Ein Beispiel: Ich war kürzlich mit meinem Mann und unserem Hund spazieren und wir trafen eine Frau, auch mit Hund, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte, mit der ich mich aber locker angefreundet habe. Und mir fiel partout ihr Name nicht ein. Es dauerte etwa 30 Minuten und ich hörte gerade meinem Mann zu, der mir gerade etwas erzählte, da war ihr Name plötzlich in meinem Kopf.
Du kannst es dir also mit dem gestresst sein ähnlich vorstellen. Da gibt es einen Stressauslöser (Stressor) und du spürst diese typischen starken Stresssymptome. Dann flaut das Ganze ab, weil sich der erste Aufruhr gelegt hat. Du widmest dich etwas anderem und denkst nicht mehr an diese stressbehaftete Situation. Und trotzdem kann dein Nervensystem für dich unbewusst immer noch im Aufruhr und in der Anspannung sein.

Wir sind die gestresste Gesellschaft
Das Tragische ist, dass wir in unserer modernen Welt sehr häufig in Situationen kommen, die einen Stress-Schub in uns auslösen. Zu viel zu tun auf viel zu langen To do Listen. Hektik, um das alles zu schaffen. Hohes Tempo, weil das die neuen Medien in unserer zunehmend digitalisierten Welt einfach möglich machen. Reize überall in einer wahren Flut, die über unsere Sinne auf unser System einprasseln. Aber dazu sind wir einfach gar nicht gemacht.
Wir sind nicht wie ein Computer mit dem neuesten, schnellsten Kompressor und dem größten Arbeitsspeicher - und auch wenn die Technik vieles möglich und auch schneller zu machen vermag, so sind wir nach wie vor natürliche Wesen.
Wir sind Lebewesen. Wir sind Säugetiere und wir sind fühlende Wesen, in denen natürliche Rhythmen und Gesetze wirken. Auch wenn wir uns vielleicht manchmal wünschen, dass ein Tag mehr als 24 Stunden hat, so wird es trotzdem immer so sein und wir brauchen in diesen 24 Stunden nicht nur das Tun und Machen, sondern ebenso Ruhephasen, Zeiten für Nahrungsaufnahme und zum Durchatmen und wir brauchen Schlaf. Wir werden unser Wohlbefinden und die Balance im Leben stets nur finden, wenn Anspannung und Entspannung in einem ausgewogenen Verhältnis unsere Tage bestimmen.
So merkst du, dass du gestresst bist - Typische Anzeichen
Woran kannst du aber nun feststellen, dass du im Stress bist? Es gibt einige typische Symptome, die auf Stress in deinem Inneren hinweisen:
Innere Unruhe, Ruhelosigkeit
Gereiztheit, Reizbarkeit, Nervosität
hektisch reagieren, gehetzt fühlen
Schlechter Schlaf, Einschlaf- und Durchschlafstörungen
Muskelverspannungen und verklebtes Bindegewebe, die sogar Schmerzen verursachen können
Muskelzuckungen, Muskelkrämpfe
Kopfschmerzen, Migräne
Restless leg Syndrom, zappelig sein
Gefühle von Erschöpfung, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit
depressive Verstimmungen bis hin zur Depression
Mittagsloch, andauernde Müdigkeit
Heißhungerattacken
Ängste, Sorgen, Grübeln bis hin zum Overthinking
Vergesslichkeit, Konzentrationsstörungen
Gehirnnebel (Brainfog)
Verdauungsbeschwerden, Magenschmerzen, Sodbrennen
Störungen der Darmflora, Erkrankungen des Darms
Herz-Kreislauf-Beschwerden bis hin zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Infektanfälligkeit, geschwächtes Immunsystem
Gesteigertes Verlangen und Konsum von Koffein, Nikotin und anderen Substanzen
Es ist natürlich sinnvoll, solche Symptome medizinisch abklären zu lassen. Denn es kann dafür auch andere oder weitere Ursachen geben als "nur" Stress.
Stress aus - Entspannung an
Wenn du also merkst, dass du gestresst bist, weil du schon Symptome zeigst, solltest du handeln. Im Grunde ist es wie ein Einlenken und kurz mal rechts ranfahren, um innezuhalten.
Du solltest dringend auf die sprichwörtliche Bremse treten, wenn du solche typischen Stress-Symptome an dir bemerkst. Und auf die Bremse treten bedeutet, dein Nervensystem zu regulieren. Und das bedeutet in diesem Fall, tue Dinge, die deinen Parasympathikus aktivieren.
Bist du gestresst, ist der Sympathikus aktiviert und der ist auch unser „Gaspedal“ fürs Tun, Aktivsein, fürs Machen. Stress ist ein Spannungszustand und als Ausgleich, um wieder in Balance zu finden, brauchst du Entspannung, für die der Parasympathikus als „Bremspedal“ zuständig ist.
Lass dich von der Freude und dem Wohlsein leiten
Entspannung finden kannst du mit allem, was dich mit Freude erfüllt. Mit allem, was dich entschleunigt, dir Geborgenheit und Gelassenheit schenkt.
Das kann ein entspannendes Bad sein, ein Spaziergang, eine Siesta, Tagträumen, im Garten oder kreativ ganz versunken und in Ruhe vor dich hin werken, deiner Lieblingsmusik lauschen oder auch eine kurze Meditation, eine Yoga Nidra Session und Yoga.

Deine passenden Entspannungs-Tools finden
Wenn du Lust hast, schreibe dir eine Liste mit all den Dingen, die dich entspannen, weil sie deiner Seele guttun. So kannst du sie immer dann zu Rate ziehen und draufschauen, wenn du Ideen suchst, was du dir als Ausgleich schenken kannst.
In meinem 1:1 Stressmanagement Coaching unterstütze ich dich übrigens genau dabei: Deine Stressauslöser bewusst machen, deine Trigger entlarven und deine persönlichen Entspannungs-Stellschrauben finden, die wirklich zu dir passen.
So kannst du üben, weniger schnell, weniger oft oder auch weniger lange gestresst zu sein. Und vor allem kannst du dir deinen ganz individuellen Anti-Stress-Methodenkoffer zusammenstellen für mehr Entspannung und Wohlbefinden, damit sich dein Alltag ausgeglichener und erfüllter anfühlt.
Und wenn du dich ohne Coaching auf den Weg machen willst für einen Alltag mit weniger Stress und Inspiration suchst, dann schau dir unbedingt mal meine Online Kurse an:
Alles Liebe
Deine Mel




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