Einfach machen - ein Plädoyer für den Mut
- 15. Juli
- 4 Min. Lesezeit
Mut ist eine sehr interessante Emotion, denn Mut bringt uns ins Tun und außerdem in einen besonderen Bewusstseinszustand und er beflügelt.
Ich war nicht immer mutig und habe einfach gemacht. Als Kind war ich schüchtern und eher ängstlich. Und es dauerte viele Jahre und einige Schlüsselerlebnisse, bis ich den Weg in meinen persönlichen Mut gefunden habe. Heute mache ich einfach, wenn es mich ruft. Und die kritischen Stimmen aus dem Außen, die ich früher sehr gut kannte, gibt es heute nicht mehr. Und wenn doch jemand mein Tun in Frage stellt, schaffe ich es ganz gut, mich abzugrenzen und die andere Meinung als solche stehen zu lassen.
So habe ich schon mehrere Bücher geschrieben, auch wenn sie nicht das Potential zum Weltbestseller wie "Harry Potter" haben, habe mich mit Yoga selbstständig gemacht, obwohl ich nicht vorhabe, damit einen Weltkonzern aufzubauen. Ich bin mutig, weil ich es will - und meine Motivation sind nicht Ruhm, Macht, Ehre und der Club der Millionäre, sondern die Stimme meines Herzens.
Es soll hier aber nicht nur um mich gehen - sondern vor allem um Dich!
Und darum, warum ich Mut so spannend, faszinierend und geradezu magisch finde.
Menschen sind wie Tiere fühlende Wesen. Den Tieren hat man das zwar lange nicht zugetraut, weiß es heute aber glücklicherweise besser. Sieben Basisemotionen kennt die moderne Wissenschaft, die da wären: Freude, Angst, Trauer, Wut, Überraschung, Ekel und Verachtung. Diese Gefühlszustände gelten als angeboren und sind außerdem kulturunabhängig. Paul Ekman ist ein Psychologe und gilt als Pionier auf dem Gebiet der Emotionsforschung. Er hat nicht nur diese sieben Grundemotionen definiert, sondern auch festgestellt, dass alle Menschen dieselbe Mimik haben, wenn sie eine dieser Emotionen empfinden.
Der Psychologe Robert Plutchik hat sogar acht Grundemotionen festgelegt, die er in Paaren anordnete. Nach seinem Emotionsmodell sind das Freude und Traurigkeit, Wut und Angst, Vertrauen und Ekel, Überraschung und Vorfreude.
Mut ist keine Basisemotion - sollte es aber sein
Mut zählt nicht zu den Basisemotionen. Ich persönlich verstehe das zwar nicht, aber so hat es die Emotionsforschung nunmal definiert.
Ich bin mir sicher, dass alle Menschen mutig sein können und ich könnte mir auch vorstellen, dass der Mut als solches durchaus angeboren ist. Denn wir haben alle ein natürliches Bedürfnis zu lernen. Zumindest ist das bei kleinen Kindern so, ehe die Schulzeit von dieser natürlichen Lernlust oftmals einiges zunichte macht.
Und Neues zu lernen funktioniert aus meiner Sicht nur dann, wenn da eine gewisse Portion Begeisterungsfähigkeit und auch Mut mitschwingt.
Letztlich ist es aber aus meiner Sicht gar nicht so wichtig, ob der Mut angeboren ist oder ob wir ihn später entwickeln. Fakt ist: Mut gibt es und wir wissen vermutlich alle, was Mut bedeutet.

Der Mensch soll insgesamt rund 550 verschiedene Emotionen empfinden können, darunter auch "gemischte Gefühle", bei denen zwei oder mehr Emotionen gleichzeitig in uns vorhanden sind.
Ebenen des Bewusstseins
Nach David R. Hawkins, einem Psychiater hat Mut eine besondere Rolle und Aufgabe. Er stellte fest, dass es verschiedene Bewusstseinsebenen gibt, die davon beeinflusst werden, welche Emotionen in uns sind. Das Modell dieser "Ebenen des Bewusstseins" ordnet menschliche Emotionen nach ihrer Schwingungsfrequenz. Emotionen sind also Schwingung und damit eine Form von Energie. Je nachdem, was wir fühlen, ist das eine höhere oder niedrigere Energie.
Angst, Wut, Zorn, Hass, Scham, Schuld, Reue, Erniedrigung, Verachtung, Kummer, Verzweiflung und Trauer haben eine vergleichsweise niedrige Schwingungsfrequenz von nur 20 bis 175 Hertz.
Empfinden wir so, befinden wir uns in einem Bewusstseinszustand des Mangels. Wir sind in unserem tiefsten Inneren überzeugt, dass uns etwas fehlt. Dazu gehört auch, dass wir denken, dass wir selbst nicht gut genug sind. Wir werten (uns) ab, sind fokussiert auf den Mangel und schwächen uns letztlich selbst.
Der Mut bildet nach Hawkins die Schwelle zum Fülle-Bewusstsein mit etwa 200 Hertz. Und wir brauchen den Mut, um ins Tun zu finden, um handlungsfähig zu sein. Im Außen und ebenso in unserem Inneren. Ohne Mut gehen wir nicht los, wir werden nicht aktiv, sondern zögern, zweifeln, verharren oder versteinern sogar.
Ohne Mut können wir weder unsere unangenehmen Gefühle bejahend fühlen und so die Chance nutzen, ihre Botschaft zu erkennen, welche Themen in uns noch gesehen, gelöst und verarbeitet werden wollen. Noch können wir unsere Träume verwirklichen. Ohne Mut herrscht Stillstand, der zur Resignation werden kann.
Mut ist ein Sprungbrett - einfach machen
Der Mut ist also ein Impulsgeber und das Sprungbrett in höhere Bewusstseinsebenen. Wenn wir uns entschließen, mutig zu sein, dann kann es magisch werden. Denn Mut ist eine Entscheidung. Du kannst mutig sein und es trotzdem tun, auch wenn du Angst hast, auch wenn du zweifelst, auch wenn du denkst, es ist unlogisch, unvernünftig, albern, undurchdacht, aussichtslos oder gar dumm. Du kannst mutig sein, auch wenn dein Umfeld will, dass du es sein lässt.
Wenn du dich traust und mutig losgehst, dann bist du bereit, zu verzeihen und anzunehmen (350 Hertz), verständnisvoll und mitfühlend zu sein (400 Hertz), Gelassenheit und Freude in dir schwingen zu lassen und bedingungslos zu lieben (540 Hertz), Glückseligkeit und Frieden zu finden (600 Hertz) und vielleicht sogar - mit etwas Glück - in einen unbeschreiblichen Bewusstseinszustand, den man als Erleuchtung kennt (700 - 1.000 Hertz).
Und all diese Emotionen sind zugleich Teil des Fülle-Bewusstseins, du bist in deiner Schöpfer- und Strahlkraft und deine Energie ist höher und kraftvoller - oder sollte ich besser sagen: lichtvoller?!
Also worauf wartest Du?
Einfach machen - sei mutig!
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Love & Light
Deine Mel





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